Regelecke: Was tun, wenn sich der Gegner nicht einspielen möchte

Ich dachte, ich poste hier mal im Blog ein Thema, welches sich auf die erste Sicht etwas seltsam liest, aber siehe da, letzten Dienstag im Verbandsspiel ist es tatsächlich passiert.

Da hatte ein Spieler vor kurzem sein Doppel gespielt und sollte kurz danach (na ja, genügend Zeit hätten wir ihm gegeben) im Einzel gegen unseren Jens Potschka antreten.

Letzterer war ganz verdutzt, als der Gegner ihm die Möglichkeit des Einspielens verwehrte. Kurzerhand wurde Michael zum Einspielen engagiert, so dass Jens nicht „kalt werden“ würde.

Aber war dies alles so regelgerecht? Wer hat richtig, wer falsch gemäß der Regeln gehandelt? Und wie wäre es im Doppel?

Interessanterweise wurde dies im aktuellen Tischtennisheft nach einer Lesefrage beantwortet.

Demnach gibt es keine Verpflichtung, sich einzuspielen, d.h. der gegnerische Spieler hat regelkonform gehandelt.

Da sich nur Spieler einspielen dürfen, welche am Spiel beteiligt sind (Schiedsrichter zählen da wohl nicht), war es streng genommen nicht richtig, dass sich Jens Michael zum Einspielen an die Platte „geholt hat“.

Wenn im Doppel dies passieren würde, darf man sich in Auslegung dieser Regel mit seinem Doppelpartner einspielen, da dieser ja am Spiel beteiligt ist.

Wie gesagt, dies ist, was gemäß offizieller Regeln „richtig“ wäre.

Ob so ein Handeln moralisch in Ordnung ist, steht auf einem anderen Blatt.

Übrigens hat Jens dann das Spiel gewonnen!

Wer sich für solche Regelthemen und andere Berichte und Ergebnisse rund um unseren Sport interessiert, darf dies gerne beim Stöbern des Heftes „tischtennis“ tun. Sprecht einfach unseren Vorstand Robert an, der das aktuelle Heft meistens dabei hat. So könnt ihr die Wartezeit vor dem nächsten Spielen kurzweilig gestalten.

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